Sound-Ikonen: Jimi Hendrix

VERÖFFENTLICHT: 12. MAI 2026

LESEZEIT: 5 MIN

Wer an die E-Gitarre denkt, kommt an einem Namen nicht vorbei: Jimi Hendrix. Als Visionär, dessen Vorstellungskraft den modernen Rock völlig neu definierte, hat Hendrix nicht nur die Welt beeinflusst – er hat die Art verändert, wie wir den Sound einer E-Gitarre fühlen. Sein Sound, seine Furchtlosigkeit und sein Drang, Grenzen zu verschieben, machten ihn nicht nur zur Legende, sondern zu einem prägenden Teil der Geschichte von Marshall.

Geboren 1942 in Seattle, Washington, griff der junge James Marshall (Jimi Hendrix) mit 15 Jahren zur Gitarre und blickte nie wieder zurück. Er verbrachte unzählige Stunden mit Üben und verlor sich in der Musik von Blues-Giganten wie Howlin’ Wolf, Robert Johnson und Muddy Waters. Dabei jagte er weniger einer Technik hinterher als vielmehr einem Gefühl – einer Stimme, die nur darauf wartete, gehört zu werden. Nach seiner ersten E-Gitarre spielte er in lokalen Bands, bevor er zur Armee ging. Nach seiner Entlassung zog er nach Tennessee und begleitete als Teil der R&B-Szene Größen wie die Isley Brothers, Little Richard und Ike & Tina Turner. Die Bühnen waren klein, die Nächte lang, aber jeder Auftritt schärfte das Profil des Künstlers, der er einmal werden sollte. 1966 änderte sich alles, als er Chas Chandler von The Animals traf. Chandler erkannte Hendrix’ rohes Talent und brachte ihn nach London, wo dieser The Jimi Hendrix Experience gründete. Sein Ruf explodierte über Nacht nach einer überwältigenden Show im Nachtclub Bag O’Nails, die von Größen wie Eric Clapton, Jeff Beck, John Lennon, Pete Townshend und Mick Jagger verfolgt wurde.

„Der beste Botschafter, den Marshall je hatte.“

- JIM MARSHALL

Hendrix spielt live Gitarre
Jimi Hendrix spielt elektrische Gitarre

Kurz darauf unterschrieb Hendrix einen Plattenvertrag und veröffentlichte die bahnbrechenden Singles „Hey Joe“, „Purple Haze“ und „The Wind Cries Mary“. Mit jedem Song und jedem elektrisierenden Auftritt – einschließlich des unvergesslichen Moments, als er im London Astoria seine Gitarre in Brand steckte – wurde Hendrix zum weltweiten Phänomen. Sein Debütalbum Are You Experienced erreichte Platz 2 der britischen Charts und leitete eine neue Ära der Rockmusik ein.

1969 war Hendrix der bestbezahlte Rockmusiker der Welt und Headliner des legendären Woodstock-Festivals. Dort, vor einer gewaltigen Wand aus Marshall Full Stacks, lieferte er eine Performance ab, die den Geist einer ganzen Generation einfing.

1970 kehrte er nach England zurück und spielte im Ronnie Scott’s Jazz Club zusammen mit Eric Burdon und der Band War einen seiner letzten Jams – nur zwei Tage vor seinem frühen Tod. Seine Karriere war kurz, doch sein Einfluss bleibt unermesslich.

Hendrix’ Spielweise war kraftvoll, ausdrucksstark und absolut einzigartig. Seine geliebte Fender Stratocaster war für Linkshänder umbespannt, was ihr diesen hellen, bissigen Ton verlieh, der seinen Sound prägte. Er war zudem ein Pionier in Sachen Gitarreneffekten. Das Wah-Pedal wurde zu einem seiner Markenzeichen, unvergessen im legendären Eröffnungsriff von „Voodoo Child (Slight Return)“. Durch die Kombination mit Fuzz-, Octavia- und Uni-Vibe-Pedalen erschuf er wirbelnde, fast überirdische Klänge, die den Psychedelic Rock definierten. Auch im Studio war er seiner Zeit voraus und experimentierte mit stereophonem Phasing – etwas, an das sich damals kaum jemand heranwagte.

Erlebe Spacedawgs animierte Vision, die Hendrix’ legendären Sound und seine kreative Energie einfängt.

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Das Herzstück seines Sounds waren Marshall Verstärker. Nachdem Schlagzeuger Mitch Mitchell ihn Jim Marshall vorgestellt hatte, entwickelte Hendrix eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Marshall. Er verließ sich darauf, dass die Amps jedes Extrem seines Spiels überstanden und seine kühnsten Ideen zum Leben erweckten. Hendrix nutzte Marshall Verstärker, um Klang und Lautstärke auf eine Weise zu erforschen, die die Rockmusik neu definieren sollte. Es heißt, er besaß zwischen 50 und 100 Marshall Amps, mit denen er eine „Wall of Sound“ erschuf, die zum visuellen und klanglichen Markenzeichen seiner Auftritte wurde. Hendrix’ Technik war ebenso unverwechselbar wie sein Ton. Oft benutzte er seinen Daumen für die Bassnoten, wodurch seine Finger frei blieben für schimmernde Verzierungen und ausdrucksstarke Melodien. Seine einzigartigen Akkordgriffe, darunter der berühmte F#7#9 in „Foxey Lady“, verliehen seiner Musik eine Textur und Intensität, der unzählige Gitarristen seitdem nacheifern.

Ein rotes Woodstock-Poster mit einer Gitarre und einem Vogel

Als Autodidakt, der keine Noten lesen konnte, verließ sich Hendrix ganz auf seinen Instinkt und sein Gefühl. Für ihn stand die Emotion an erster Stelle; er verband Blues, Rock und Jazz zu etwas, das sich auch heute noch lebendig, gewagt und ungebunden anfühlt.

Von seinen frühen Tagen als Begleitmusiker für R&B-Acts bis hin zu seinem explosiven Aufstieg mit The Jimi Hendrix Experience verbreitete sich sein Einfluss rasend schnell. Als er 1967 in die USA zurückkehrte, war er bereits ein Superstar.

  Auch nach seinem Tod im Jahr 1970 inspiriert sein Geist weiterhin Generationen von Musikern. Mehr als fünfzig Jahre später bleibt Hendrix die Verkörperung elektrisierender Freiheit. Seine Musik, seine Vision und seine beständige Verbindung zu Marshall inspirieren auch heute noch jeden, der jemals einen Verstärker aufgedreht hat, auf der Suche nach etwas, das größer ist als man selbst.

 Eine Person nimmt die Einstellungen an einem Hendrix-Gitarrenpedal vor

Erfahre mehr über den bleibenden Einfluss von Hendrix und wie sein Geist in der modernen Musik weiterlebt.

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